Lack reinigen mit Lackknete

Ein Produkt aus der Autopflege das immer noch sehr stiefmütterlich behandelt wird, ist die Lackknete, auch Clay Bar oder Reinigungsknete genannt.

Diese Knete kommt bei mir zur Anwendung wenn sich hartnäckige Verschmutzungen auf dem Lack festgesetzt haben, denen man mit einer einfachen Wäsche nicht mehr beikommt. Das wären z.B. Flugrost oder Baumharze.

Die Anwendung ist eigentlich ziemlich einfach, aber auch zeitintensiv. Du benötigst lediglich die Reinigungsknete und ein Gleitmittel um die Reibung zwischen Knete und Lack zu verringern. Zur Vorbereitung wird das Auto einmal komplett gewaschen um nicht irgendwelchen Dreck oder Staub auf dem Lack zu verreiben.

Wie arbeitet man mit Lackknete

Die Stelle die du bearbeiten möchtest sprühst du nun großzügig mit Gleitmittel ein und gibst auch ein bisschen auf die Knete. Diese knetest du ein paar Mal in der Hand, rollst sie zur einer Kugel und drückst sie zu einer Scheibe.

Dann kannst du anfangen die Knete auf der verschmutzten Fläche sachte hin und her zu bewegen. Am Anfang geht es noch etwas schwer, aber je mehr Schmutz die Knete vom Lack abnimmt desto einfacher gleitet die Knete. An hartnäckigen Stellen gerne auch etwas Gleitmittel nachsprühen. Außerdem zwischendurch kontrollieren wieviel Schmutz die Knete aufgenommen hat und bei deutlicher Verschmutzung die Knete neu rollen und formen, damit du sauber arbeitest.

Wenn du das Gefühl hast die Knete gleitet sehr leicht, kontrolliere ob die Verschmutzung entfernt wurde und nimm das übrige Gleitmittel mit einem Microfasertuch ab.

Was dann…?

Im Anschluss an die Prozedur empfehle ich das Auto einmal zu polieren und eine Versiegelung aufzubringen. Das ist kein Muss, aber wenn man sich schon einmal die Zeit nimmt sein Auto zu pflegen kann man das auch einmal komplett machen und sich in den nächsten Monaten darüber freuen nicht so viel am Auto tun zu müssen.

Probiert es einmal aus, das Material ist nicht sehr teuer und die Ergebnisse sind super.

Wie lagert man Reifen Richtig?

Nachdem ich bereits auf die Grundausstattung der Einrichtung einer Hobbywerkstatt eingegangen bin, möchte ich hier die Einlagerung von Reifen und Rädern ansprechen. Denn es lohnt sich diesem Punkt ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.

Generell ist darauf zu achten, dass die Räder/Reifen sauber, trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Dafür bieten sich Keller an oder auch eine dunkle Ecke in der Werkstatt. Denn UV Strahlung und Ozon sind die größten Feinde der Gummimischung und können zu Rissen im Gummi führen.

Luftdruck erhöhen

Als nächstem Punkt auf der Liste sollten wir dem Luftdruck kurz Aufmerksamkeit schenken. Der Luftdruck sollte um 0,5 Bar erhöht werden, da Reifen während der Lagerung immer in bisschen Luftdruck verlieren.

Kennzeichnung nicht vergessen

Schon beim Rad wechsel solltet ihr daran denken die Räder nach Position zu kennzeichnen. Denn Reifen nutzen sich unterschiedlich ab und können nach Kennzeichen wieder an der ursprünglichen Stelle verbaut werden.

Richtig lagern

Zunächst werden Räder oder Einzelreifen unterschiedlich gelagert.

Nicht montierte Reifen werden hochkant gelagert, dafür bietet sich ein Reifenregal an.

Montierte Räder können aufeinander gestapelt werden, indem sie Reifenflanke auf Reifenflanke liegen. Sie sollten allerdings im Idealfall nicht auf dem Boden liegen, ich empfehle eine Palette unter dem Stapel zu platzieren. Ist es aufgrund der Zusammenstellung Felge zu Reifen nicht möglich zu stapeln, weil die Reifen z.B. gestrecht aufgezogen sind, empfiehlt sich ein Felgenbaum oder Wandhalterungen.

Richtig auslagern

Wenn ihr die Räder dann wieder auslagert, macht euch die Arbeit die einzelnen Reifen zu kontrollieren. Auf Beulen die sich durch Gewebeschäden jetzt erst gezeigt haben und auf Risse oder poröse Stellen. Kleine Risse können auch im Profil auftreten. Auch vollkommen richtig eingelagerte Reifen können austrocknen.

Ich empfehle ein Reifenpflegeprodukt zu nutzen um die Oberfläche der Reifen vor negativen Umwelteinflüssen zu schützen. Aber denkt daran auch gut gepflegte, richtig gelagerte und wenig gefahrene Reifen sind nach 8 bis 10 Jahren technisch am Ende, da sie trotzdem an Weichmachern etc. einbüßen.